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Jüdisches Leben in Varel - Ein historischer Stadtrundgang

Synagoge

Entstehung der jüdischen Gemeinde

Jüdische Familien durften seit Ende des 17. Jahrhunderts in Varel siedeln. Doch eine Betstube zu errichten, war der kleinen Gemeinde lange Zeit verwehrt. Gottesdienste wurden zunächst in der Nähe des Waisenhauses und in den Jahren 1806 - 1843 in einem Altbau am "Haferkamp 81" gehalten. 1840 zählte die Gemeinde etwa 86 Mitglieder. Schließlich konnte im Juli 1848 vom Oldenburgischen Landesrabbiner Bernhard Wechsler eine eigene Synagoge auf dem heutigen Grundstück "Osterstraße 10" eingeweiht werden. Die Synagoge war Mittelpunkt des Gemeindelebens, Versammlungsort zu den Gottesdiensten und zugleich Schule für die Kinder. Im Haus befand sich eine kleine Wohnung für den Lehrer und zusätzlich ein rituelles Tauchbad (Mikwe). Der Friedhof der Gemeinde wurde außerhalb der Stadt im Ortsteil Hohenberge eingerichtet.

Zerstörung der Synagoge im November 1938

In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge von Vareler Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden verschleppt, ihre Geschäfte geplündert und jüdisches Eigentum zerstört. Das Gebäude und das Inventar der Synagoge mitsamt Torarollen, Toraschrein und Ewigem Licht gingen in dieser Nacht unwiederbringlich verloren. Im Juli 1942 wurden alle noch in Varel lebenden Jüdinnen und Juden von den Nationalsozialisten in Ghettos deportiert und in Konzentrationslagern ermordet. Wo früher die jüdische Gemeinde betete, steht heute ein Wohnhaus.

(Bildquelle: Heimatverein Varel)

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